Nach einem Gutachten des Berliner Forschungsinstituts IGES ist Nordrhein-Westfalen Schlusslicht bei der neurologischen Frührehabilitation von Schlaganfallpatienten, der so genannten Behandlung nach Phase B. Der WDR hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach darüber berichtet.

„Ministerin Steffens negiert hartnäckig, dass es hierzulande Versorgungsmängel bei der Intensivbehandlung von Schlaganfallpatienten gibt“, kritisiert der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß. Bereits in der Ausschusssitzung am 4. Oktober hatte die Ministerin erklärt, dass ihr Engpässe in diesem Bereich nicht bekannt seien.
 
Preuß: „Auch wenn alle Akutkrankenhäuser mit neurologischer Abteilung im Bedarfsfall zur Frühreha-Behandlung nach Phase B gesetzlich verpflichtet sind, fällt die Verordnung und Anwendung dieser Behandlung im Vergleich zu anderen Bundesländern in NRW erschreckend gering aus. Trotzdem sieht die Ministerin keinen Handlungsbedarf. Wir fordern Frau Steffens auf, sich dieses Problems endlich mit dem gebotenen Nachdruck anzunehmen und den Ausschuss umfassend zu informieren.“